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Autor: Birgit Fehst

Show-Hypnose in Las Vegas

Im Januar war ich in Las Vegas und habe mir für Euch die bekanntesten und erfolgreichsten Comedy-Hypnose-Shows der Stadt angeschaut: Marc Savard (s. Foto) und Anthony Cools! Ich wollte sehen, wie die beiden die Hypnose einleiten und wie weit sie in der Show gehen. Zunächst einmal dazu, wie weit sie gehen: sehr weit! Nun ja, die Zuschauer, die auf die Bühne gehen, wissen, worauf sie sich einlassen, ich würde dort nicht hochgehen. Die Inhalte waren fast ausschließlich unter der Gürtellinie. Sprich sehr sexuell orientiert. Ein Beispiel: die Mitwirkenden sollten sich vorstellen, sie gingen auf ein Casting für ein Porno und sollten alles geben, um die Rolle zu bekommen. Mit einem Stuhl. Immerhin kam im Nachgang die Info, dass für diese Show keine Stühle zu Schaden gekommen sind :). Sie gaben alles und es war einigen hinterher doch etwas unangenehm, was sie da getan haben. Verständlich.

Nichtsdestotrotz war es wieder einmal sehr spannend zu sehen, wie machtvoll Hypnose ist. Alles geht! Und wenn das Unbewusste sofort solche Albernheiten und Peinlichkeiten ausführt ohne zu hinterfragen, ist es erstens logisch, dass es auch im normalen Alltag all die Dinge ausführt, mit dem wir es programmieren, auch wenn es sehr negative Programmierungen sind wie: „Ich kann das nicht“, „Ich bin es nicht wert“ oder „Niemand liebt mich“. Und zweitens, dass es nicht sehr schwer ist, mit Hypnose neue, produktive Dinge einzuprogrammieren. Statt: „Habe Sex mit diesem Stuhl“ kann ich ja auch Sätze wie: „Ich darf NEIN sagen“, „Ich bin gesund und fit“ oder „Ich werde wertgeschätzt“, oder auch „Ich werde es schaffen“ wählen. Das sind wahrlich mächtige, positive, Worte, die wirken.

War jeder, der auf die Bühne ging, nach 5 Minuten so tief in Hypnose, dass er sofort „willenlos“ alles befolgt hat, was Savard oder Cools ihnen gesagt haben? Nein. Sie fingen mit etwa 30 Freiwilligen an und es blieben 6-8 übrig, die wirklich so suggestibel und in Hypnose waren, dass die beiden wussten, es sind geeignete Kandidaten für ihre Späße. Heisst das nun, dass alle anderen -also die Mehrheit- nicht hypnotisierbar waren? Nein, das heisst es nicht. Es bedeutet lediglich, dass sie nicht so SCHNELL hypnotisierbar waren. Wenn Du es möchtest und wirklich davon profitieren willst, dann wirst Du es auch. Bei manchen dauert es nur etwas länger….

Der Hypnose-Blog

Ein Blog über Hypnose! Was soll denn in einem Blog über Hypnose stehen? Na, alles was Sie interessiert! Sie können gerne Fragen stellen, ich beantworte sie! Als erstes möchte ich über etwas schreiben, das zwar schon unter dem Punkt FAQ erläutert wurde, aber immer wieder, und wirklich immer, gefragt wird:

Verliere ich unter Hypnose die Kontrolle und mache komische Dinge? Kannst Du alles mit mir machen, was Du willst?

Antwort: nein, nein, nein! „Überweise 5000 Euro auf folgendes Konto…“ wird nicht funktionieren! Aber in der Tat ist es so, dass die Kontrollettis, also die, die wirklich immer alles unter Kontrolle haben wollen, etwas schwieriger zu hypnotisieren sind. Aber Sie kommen ja mit einem Auftrag. Und der Auftrag ist: hilf mir bitte, das Problem zu lösen. Gerne, aber ein Teil der Aufgabe besteht darin, die Führung zu übernehmen und zu sagen, was Sie tun sollen. Und das sollten Sie dann auch tun, zu Ihrem Besten! Hypnose ist eine Kooperation und wenn Sie wollen, dass es funktioniert, sollten Sie kooperieren. Damit Sie sich dabei aber wohl und sicher fühlen, machen wir in der ersten Sitzung eine „Wohlfühl-Hypnose“. Dann können Sie sehen, wie es sich anfühlt und dass es manchmal auch angenehm sein kann, die Führung anderen zu überlassen. Deshalb ist absolutes Vertrauen notwendig. Und mit gegenseitigem Vertrauen führt diese Kooperation zum Erfolg. Lassen Sie sich einfach mal darauf ein!